60.000-Kilometer-Service kündigte sich an und wurde durchgeführt. Angeblich verschlissene Bremsen, Aufruf zum Lichtest. Prüfung und Bereitstellung der Winterräder.

Langzeittest Honda Jazz Hybrid
Monatsberichte 2016

Monatsbericht September 2016


Sie sind hier: Langzeittest >> Honda Jazz Hybrid >> Monatsberichte >> 2016 >> Monatsbericht September 2016
Zum nächsten Artikel. Monatsbericht November 2016



60.000-Kilometer-Service kündigte sich an und wurde durchgeführt. Angeblich verschlissene Bremsen, Aufruf zum Lichtest. Prüfung und Bereitstellung der Winterräder.


Faltroller im Kofferraum. Juli 2016

Verehrte Leserinnen und Leser,

die Tage wurden zunehmend wärmer, wenn auch nicht konstant, aber die Tendenz zum Sommer hin war klar erkennbar. In Folge dessen, beeinflusste die überwiegend warme Witterung den Kraftstoffverbrauch meines Wagens sehr positiv, so stellte er sich weiterhin auf einem erfreulich niedrigen Niveau ein, obwohl die Klimaanlage viel Arbeit bekam, insbesondere an den sehr heißen Tagen.

In den Monaten Juli bis September legte ich mit meinem Wagen 9.140 km zurück, die dabei verbrauchten 400 l Kraftstoff ergaben einen gemittelten Kraftstoffverbrauch von 4,38 l/100 km, ich lag damit wieder knapp unter der Werksangabe.

Es wird öffentlich viel über täuschende Verbrauchsangaben der Fahrzeughersteller diskutiert, die auf den Prüfständen ermittelten Werte würden unter optimalen Bedingungen erzielt und seien in der Praxis nicht erreichbar.

Meine persönliche Erfahrung sieht anders aus, nicht nur auf den Honda Jazz Hybrid bezogen, auch der Ford Fusion, Smart ForTwo und Fiat Panda ergeben ein positives Bild. Ich gebe aber zu, der Jazz Hybrid macht es mir etwas einfacher, die Werksangabe zu erzielen oder gar zu unterbieten. Dennoch ist klar, ich bewege meine Fahrzeuge im Alltag mit einem hohen Autobahn Anteil sowie sporadischen Fahrten mit höhere Beladung und etwas höherem Tempo. Hinzu kommt die kalte Jahreszeit, in der ich die Werksangabe nicht halten kann.

Nun gut, nach wie vor bin ich mit dem Wagen sehr zufrieden, so ist es sehr schade, dass derzeit kein Nachfolger absehbar ist, der überarbeitete Jazz wird bis dato leider nicht als Hybrid angeboten. Im Flinkster Carsharing habe ich jetzt auch einen Toyota Yaris Hybrid. Mit diesem werde ich demnächst eine ausgedehnte Probefahrt machen, um mir eine Meinung zu bilden. Damals, beim Kauf meines Wagens, entschied ich mich klar gegen den Yaris, schon rein theoretisch, im Hinblick auf den Preis, Raumnutzung und die komplexe Technik, fahren würde ich ihn aber dennoch gerne einmal.

60.000-Kilometer-Service kündigte sich an

01.07.2016.

Mit einem dezenten "Pling" und bernsteinfarbener Darstellung erschien am 1. Juli während der Fahrt der Hinweis "Wartung bald erforderlich" im Informationsdisplay.

In 3.040 km war demnach der Service B8 fällig, der aktuelle Tachostand betrug 56.953 km. Ich war irritiert, dass nach dieser Anzeige kein Ölwechsel erforderlich war, denn dieser war bisher immer fällig, alle 20.000 km. Nun ja, die Wartungsanzeige im Bordcomputer ist verbindlich, sie gibt den Wartungsumfang nach Laufleistung und Belastung des Wagens an.

Etwas störend empfand ich, einmal wieder, den Umstand, dass von nun an, bis zur Durchführung der Wartung, bei jedem Start des Wagens der Wartungshinweis auf dem Display erschien und dort verblieb. Mittels der Scrolltasten am Lenkrad, kann eine andere Anzeige auswählt werden, beispielsweise der Systemstatus des IMA Hybrid Systems, den ich mir meistens anzeigen lasse.

Am 21. Juli empfing ich auf dem Display, während der Fahrt, die Meldung "Wartung jetzt erforderlich".

Die Wartung muss gemacht werden. Die Wartung steht an.
Die Wartung sollte gemacht werden.

Am Ende der Fahrt nahm ich die Bilder auf und fragte den Tachostand sowie die verbleibende Strecke bis zur Wartung ab. Nun waren es also noch 980 km bis zur nächsten Wartung, ich würde bald einen Termin vereinbaren müssen. Bei genauer Betrachtung stellte ich fest, der Wartungsumfang hatte sich geändert, von "B8" auf "AB8". "A" steht hierbei für den Wechsel des Motoröls und dessen Filter. "B" steht für die üblichen Kontrollumfänge an Beleuchtung, Bremsen, Dichtungen und anderen Dingen, während "8" als Zusatzarbeit noch den Luftfilter angibt, er ist auszutauschen. Im Serviceheft des Wagens werden alle Wartungsschlüssel im Detail erläutert, so lassen sich die kryptischen Kürzel im Display leicht entschlüsseln.

Unsinnig hierbei ist aber, dass am Anfang der Meldungen eine falsche Wartung angezeigt wird, denn dort fehlt ja noch der Ölwechsel. An sich ist die frühe Wartungsanzeige dafür gedacht, dass man vorausschauend einen Termin mit dem Service vereinbart, hierbei ist es aber doch sinnvoll, den Wartungsumfang zu benennen. Wenn ich nun damit rechnen muss, dass später noch Arbeiten hinzu kommen, macht das wenig Sinn, eben deshalb verzichte ich darauf und kann somit nur kurzfristig Termine vereinbaren. Hier sollte Honda die Software optimieren, verlässliche Anzeigen, bzw. erst beim vollständig ermittelten Wartungsumfang an die durchzuführende Wartung erinnern.

Am 26. Juli habe ich einen Wartungstermin vereinbart, wieder mit der Firma Nau und wieder mit der Niederlassung Marburg. Die beiden letzten Wartungen dort haben mich nicht überzeugt, ich hatte zu den Mängeln berichtet. Eine dritte Chance halte ich für angemessen, jedoch werde ich mir ergänzend auch noch ein Bild anderer Niederlassungen des Betriebs machen, beispielsweise Gießen und Wetzlar.

Ich beabsichtigte wieder eine "Punktlandung" zur Fälligkeit der Wartung zu machen, also die 60.000 km möglichst exakt zu treffen, so wartete ich für die Terminvereinbarung meinen Einsatzplan ab, um die anfallenden Fahrten möglichst präzise kalkulieren zu können. Die vierte Wartung werde ich dann sicherlich auch einmal in Gießen oder Wetzlar machen, jetzt konnte ich hier so kurzfristig keinen Termin mit Ersatzwagen bekommen.

Der Wartungstermin wurde für Montag, den 1. August vereinbart, Abgabe um 12 Uhr, denn vorher war die Serviceannahme schon ausgebucht. Mir passt das recht gut, denn ich hatte am Abend Nachtschicht und ging dann am Nachmittag noch etwas schlafen. Nun wurde mir aber auch klar, dass ich damit den Ersatzwagen der Werkstatt für eine Strecke von rund 200 Kilometern benötigte, was ich der Werkstatt nicht zumuten wollte. Die Wagen werden kostenfrei ausgegeben und sind sehr neuwertig, vermutlich die Vorführwagen, man sollte als Kunde solche Dienstleistungen nicht überbeanspruchen. In Folge dessen entschied ich mich, auf Carsharing auszuweichen. Da sich die Preise beim Carsharing nur an der Fahrzeugklasse orientieren, nicht am Antrieb, entschied ich mich für den elektrischen Renault Zoe, den ich so nun auch auf einer langen Strecke testen konnte, dazu später einmal mehr.

60.000-Kilometer-Service wurde durchgeführt

01.08.2016.

Nun war es also wieder soweit, der dritte Service erwartete meinen Wagen und ich nahm vor der Abgabe in der Werkstatt die statistischen Daten ab.

Der Motorraum bei etwa 60.000 Kilometer.
Der Motorraum bei 60.000 Kilometer.

Der Motor nebst Anbauteilen ist also noch da, es wäre auch schlimm, wenn es anders wäre. Viel habe ich mit dem Motorraum nicht zu tun, denn der Wagen verbraucht quasi kein Motoröl und so schaue ich eher selten nach. Der optische Zustand ist nach 60.000 km in Ordnung, der Wagen hatte bisher nie eine Motorwäsche und auf absehbare Zeit erscheint diese auch nicht notwendig, zudem habe ich Angst um die Elektronik und die Steckverbindungen.

Abgabe des Wagens bei der Firma Nau

Angekommen bei der Firma Nau, vor der Abgabe meines Wagens zum Service, lese ich die folgenden Daten ab:

Wartung überfällig. 15 Kilometer zu spät. Kilometerstand. Durchschnittsverbrauch.
Displayinformationen vor der Wartung.

Um 15 km habe ich den Service überschritten, also fast auf den Punkt getroffen, es ergab sich gerade günstig, sonst kann ich das nicht so genau abschätzen.

Der Füllstand des Motoröls am Peilstab betrug bei der Abgabe des Wagens 95%, ich füllte während der letzten 20.000 km kein Motoröl auf, demnach verbraucht der Motor so gut wie kein Öl.

Ich gab nun den Wagen an der Serviceannahme der Firma Nau in Marburg ab und verzichtete dankend auf den gratis Ersatzwagen, die Nutzung über rund 200 km ist mir unangenehm, ich hätte ihn dennoch bekommen. Ein toller Service, aber ich möchte es ja nicht übertreiben und konnte hier nun einmal den Renault Zoe auf einer längeren Strecke testen, als Pendler.

Der Servicemeister schaute sich mit mir zusammen noch kurz den Wagen an, wunderte sich über den sehr geringen Kraftstoffverbrauch auf dem Info-Display des Wagen, ich erklärte ihn kurz und betonte meine außerordentliche Zufriedenheit mit dem Wagen. Damit das so bleibt, bat ich darum, nur das vorgeschriebene Motoröl zu verwenden, damit ich es nicht wieder reklamieren muss. Wenn das Honda Green Oil nicht mehr verfügbar ist, es wurde eingestellt, dann ist bitte das von Honda empfohlene Castrol Öl 0W-15 einfüllen.

Carsharing Ersatzwagen

Jetzt wurde noch kurz gestaunt, denn ich entnahm dem Kofferraum mein temporäres "Ersatzfahrzeug", meinen Tretroller.

Faltroller im Kofferraum.
Ersatzfahrzeug.

Für die kurze Strecke von 1,5 km zum gebuchten Renault Zoe brauchte ich kein Fahrzeug, aber das Wetter war schön, ich musste wegen des Nachtdienstes am Nachmittag ins Bett, so nutzte ich die Gelegenheit, mit dem Roller noch etwas an der Lahn zu rollern, etwas Sport zu treiben.

Faltroller im Renault Zoe.
Faltroller im Renault Zoe.

Ich kam dann irgendwann, mit allerhand Umwegen, am gebuchten Flinkster Renault Zoe an, packte den Roller in den Kofferraum und fuhr heim. Entgegen vieler anderer CarSharing Elektroautos, die ich bisher nutzte, hat dieser Renault Zoe nun auch ein "Notladekabel" für die 230 V Haushaltssteckdose im Kofferraum, was ich sehr schätze. Zu Hause habe ich keinen Typ 2-Ladeanschluss für ein Elektroauto, am Arbeitsplatz auch nicht, daher ist das Ladekabel für die Haushaltssteckdose sehr nützlich.

Ein etwa 12 km entfernter Edeka Markt bietet kostenfreie Ladepunkte für Elektrofahrzeuge an, ich musste ohnehin noch etwas einkaufen, so habe ich hier den Renault Zoe gleich nachgeladen, also den bereits verfahrenen Strom nachgeladen, über den Typ 2-Stecker.

Von hier, über meine Wohnung zum Arbeitsplatz und wieder zurück nach Marburg waren etwa 160 km zu erwarten, die schafft der Renault Zoe gut, so machte ich mir keine Gedanken.

Ich habe dann zu Hause den Zoe doch noch mit dem Notladekabel an einer Außensteckdose angesteckt, um die verfahrenen 12 km wieder zu ergänzen, einen vollen Akku zu haben, es ging einfach und gut und die alte Verkabelung der Garage steckte das auch gut weg.

Anruf der Firma Nau, angeblich sind alle Bremsen an meinem Wagen verschlissen

Am späten Nachmittag, ich wurde kurz wach, sah ich einen Anruf auf meinem Telefon, die Firma Nau hatte angerufen, aber keine Nachricht hinterlassen. Ich rief zurück, man wollte mich über die vollständig verschlissenen Bremsen rundum informieren, sie hätten maximal noch 10%, vorne und hinten, alle Beläge und Scheiben müssen ausgetauscht werden, man habe sie aber nicht am Lager, wollte sie für einen weiteren Termin bestellen.

Ich mag nicht überheblich erscheinen, aber mir war auf Anhieb klar, dass dies nur eine Fehlinformation sein kann, eventuell um Umsatz zu tätigen. Der Wagen hat jetzt 60.000 km auf dem Tacho und meine Fahrweise ist betont defensiv und von Langstrecke geprägt, ich bremse sehr wenig. Sollten die Bremsen jetzt wirklich schon verschlissen sein, können diese nur von minderwertigster Qualität sein. Die doppelte Laufleistung habe ich bisher noch mit fast jedem Wagen erzielt und dann waren auch nur die vorderen Bremsbeläge zu ersetzen, denn wenn überhaupt gebremst wird, dann zunächst hier. Offen blieb die Frage, auf was sich die 10% beziehen, beispielsweise auf die Stärke der Bremsbeläge die Scheiben oder Verschleißindikatoren. Man konnte oder wollte dazu keine Angabe machen, es seien eben nur noch 10% vorhanden.

Aussagen wie diese kann und werde ich nicht erst nehmen, und wenn diese von einer Fachwerkstatt stammen, dann erfüllt mich das mit Sorge, um die Kompetenz dieser. Ich sagte ab, man solle nichts an den Bremsen machen, davon überzeuge ich mich doch lieber selbst, dazu gleich mehr.

150 elektrische Kilometer mit dem Carsharing

Am Abend fuhr ich dann mit dem Zoe zur Nachtschicht, also etwa 65 km mit allerhand Autobahnanteil. Details hierzu später einmal im einem Detailbericht zu diesem Wagen.

Über Nacht versuchte ich den Wagen auf dem Betriebshof etwas nachzuladen, mittels des Notladekabels an einer Außensteckdose, wirklich gelungen ist mir das aber nicht. Über die Flinkster App kann man den Füllstand des Akkus etwas zeitverzögert abfragen, hier erkannte ich dann auch, dass immer nur kurz geladen wurde, etwa zehn Minuten, dann schaltete die Ladung ab. Ich ging immer wieder zum Wagen, zog und steckte den Stecker, die Ladung ging kurz weiter und brach dann wieder ab. Nun ja, ich hatte damit kein Problem, denn ich hatte mehr als genug Akkuladung für eine sichere Heimfahrt und so gab ich die Ladeversuche auf. Dennoch, erklären kann ich mir das nicht, meine alte Steckdose an der Garage ist sicherlich weniger belastbar als die auf dem Betriebshof.

Am Morgen, nach dem Ende meiner Nachtschicht, fuhr ich dann rund 85 km zurück nach Marburg, zur Rückgabe des Carsharing Wagens und Abholung meines Wagens. Gestern war es noch sonnig und relativ warm, nun am Morgen leider nicht, kühl und regnerisch. Ich heizte im Wagen etwas zu, die Reichweite sank dadurch kaum und ich hatte keinerlei Risiko mit der verbleibenden Akkuladung.

In Marburg angekommen nahm ich den Roller aus dem Kofferraum und rollerte auf kürzestem Wege zur Firma Nau, ich hatte keine Jacke dabei, es war kühl und regnerisch, zudem war ich sehr müde, hatte keine Jacke dabei und wollte heim.

Abholung meines Wagens aus dem Service

Bei der Firma Nau angekommen, bekam ich meinen Wagen kommentarlos zurück, ich erhielt also den Schlüssel zurück, während sich das Serviceheft schon im Wagen befand.

Kilometerstand. 19.950 km bis zur nächsten Wartung.
Kilometerstand und Zeit bis zur nächsten Wartung.

Nachkontrolle nach dem Service

Am Folgetag machte ich kleine Stichproben, um die Arbeitsgüte der Werkstatt zu prüfen, bisher hatte ich leider bei allen Wartungen mehr oder weniger große Mängel zu verzeichnen.

Hier sah es nun zunächst einmal besser aus, der Ölstand des Motors war korrekt auf Maximum befüllt, auch mit dem dafür vorgeschriebenen Honda Green Oil. Das Öl ist inzwischen leider nicht mehr erhältlich, möglicherweise konnte die Firma Nau hier noch einen Restposten ergattern, am Lager dürfte es eher nicht sein, denn neben meinem Wagen, gibt es, wie mir berichtet wurde, nur einen einzigen weiteren Honda Hybrid im Kundenbestand.

Nun gut, Castrol bietet gleichwertigen Ersatz für das Honda Green Oil an, über kurz oder lang werde ich es nehmen müssen, wenn das Original nicht mehr verfügbar ist.

Die weiteren Füllstände sind auch in Ordnung, der Reifenluftdruck passte.

Jetzt kommt wieder der Pedant in mir durch. Im Serviceheft fand ich den obligatorischen Kontrollausdruck zur durchgeführten Wartung vor, wie es sich gehört. Leider war der Servicenachweis falsch, denn es wurde nur ein "A8" Service dokumentiert, während aber der "AB8" Service fällig war, so konnte ich das natürlich nicht akzeptieren. Ich reklamierte schriftlich bei der Leiterin der Service Abteilung und bekam am Folgetag die Antwort, dass es ein Problem mit der Software bei Honda gab, man würde mir einen korrigierten Servicenachweis zusenden. Er kam wenige Tage später und war in Ordnung.

Mit der Checkliste als Arbeits- und Qualitätsnachweis rechne ich bei diesem Betrieb nicht mehr, es ist hier wohl nicht üblich, die durchgeführten Arbeiten transparent für den Kunden zu dokumentieren, wie schade. An diesem Punkt wird wieder deutlich, warum es wichtig ist, den Wagen nach dem Service mit kleinen Erklärungen zu den durchgeführten Arbeiten oder zu Mängeln an den Kunden zu übergeben. Ich kenne inzwischen die Mängel dieses Betriebs nur zu gut, so achte ich sehr genau darauf, andere Kunden tun dies möglicherweise nicht, wie schade.

Die angeblich verschlissenen Bremsen sind kaum verschlissen

Nun aber zu den angeblich fast vollständig verschlissenen Bremsen rundum. Die Firma Nau hatte mich angerufen, denn angeblich seien alle Bremsbeläge rundum stark verschlissen, ebenso die Bremsscheiben rundum, sie hätten nur noch 10%. Wie bereits erwähnt, ist es mir vor zwei Tagen nicht gelungen, zu erfragen, auf was genau sich diese 10% beziehen, mir ersatzweise konkret zu benennen, welche Belagstärken gegeben sind. Ich kann nicht verstehen, wie man solche pauschalen Aussagen, die noch dazu sachlich falsch sind, einem Kunden gegenüber treffen kann.

Ich darf annehmen, dass aus den vorangegangenen Mängeln der bisherigen Wartungen und den daraus resultierenden Diskussionen klar wurde, dass ich die Arbeitsgüte der Firma Nau in Marburg stark anzweifele und kritisch beobachte, wie auch öffentlich darüber berichte, zudem wurde auch die Firma Honda selbst über diese Qualitätsmängel informiert. Mit anderen Worten, es dürfte bekannt sein, dass es sich um einen "Testwagen" handelt, an den Kennzeichenhaltern steht es zudem dran.

Nun gut, ungeachtet dessen, begegnete man mir mit dieser fragwürdigen Aussage zu den Bremsen.

Zu den nachfolgenden Bildern sei erwähnt, sie entstanden sehr viel später, bei einem Tachostand von 65.500 km, während die Bremsen bei 60.000 km kontrolliert wurden. Ich hielt es nicht für nötig, mir die Bremsen anzusehen, die Aussage der Firma Nau konnte nur falsch sein. Doch warum? Ich wechselte vor zwei Monaten den Radsatz selbst auf Sommerreifen, es lies sich terminlich nicht anders arrangieren und mit den Winterrädern wollte ich nicht in den "Sommerurlaub" fahren. Selbstverständlich habe ich mir hierbei die Bremsen, Bremsleitungen und Stoßdämpfer genau angeschaut, es war alles in Ordnung, nicht der geringste Mangel erkennbar.

Bremsen, vorne rechts. Bremsen, vorne links. Bremsen, hinteren rechts. Bremsen, hinten links.
Bremsen von links nach rechts: vorne rechts, vorne links, hinteren rechts, hinten links.

Sie müssen kein Fachmann sein, um zu erkennen, dass die Belagstärke vollkommen in Ordnung ist. Die Stärke und Abnutzung der Bremsscheiben konnte ich auf diesem Wege leider nicht sinnvoll abbilden, ich habe sie aber selbstverständlich dennoch geprüft, wie auch die innen liegenden Bremsbeläge.

Hätte mir die Firma Nau nicht die angeblich verschlissenen Bremsen einreden wollen, wäre ich mit der jetzt durchgeführten Wartung fast vollständig zufrieden gewesen. Am Wagen selbst wurde alles einwandfrei gemacht und den kleinen Mangel am Servicenachweis erkennt man nur, wenn man ihn genau betrachtet, so wäre der fiktive Punktabzug hier nur marginal. Hinsichtlich der Bremsen bin ich wirklich verärgert, denn das durch eine gute Wartung aufgebaute Vertrauen wurde hiermit wieder schwer beschädigt, wie schade, ein verdienter starker Punktabzug.

Ich bin sicherlich kein einfacher Kunde, insbesondere dann nicht, wenn ich das Produkt mit einem Test belege und dokumentiere, dann schaue ich natürlich noch sehr viel genauer hin, als ich es sonst ohnehin schon tue. Ich erwarte aber grundsätzlich, dass man mich als Kunde respektiert und an einer vertrauensvollen Geschäftsbeziehung interessiert ist, sie sollte vor dem schnellen Gewinn stehen, so meine Haltung dazu.

Der Herbst naht, denke Sie bitte an den Lichttest

Es wird in diesen Tagen zunehmend herbstlicher, kühler, feuchter, rutschiger und dunkler, die Dunkelheit überwiegt bald wieder im Tagesverlauf. Passend zum Herbst, bieten auch in diesem Jahr die KFZ-Werkstätten wieder den kostenlosen Lichttest im Oktober an, nutze Sie bitte die Chance und lassen Sie die Beleuchtung Ihres Wagens prüfen, sowie die Scheinwerfer korrekt einstellen. Wir alle wissen, wie unangenehm es ist, wenn wir bei Dunkelheit und Nässe vom Gegenverkehr geblendet werden, dies muss nicht sein.

Tragen Ihre Winterreifen schon "Glatze", oder taugen Sie noch für eine Saison?

Gemäß der allgemeinen Faustregel, soll man die Winterräder von "O" bis "O" fahren, also von Oktober bis Ostern. Nun ist mir das etwas zu pauschal, richtig jedoch ist, wir werden die Winterräder bald wieder benötigen, sie entweder selbst montieren, oder einen Termin zur Montage vereinbaren. Sind Sie sicher, dass die gelagerten Winterräder noch ausreichend Profil haben und nicht überaltert sind? Falls nein, dann schauen Sie doch bitte einmal nach, bevor Sie dies bei der Montage entdecken und dann erst neue Reifen beschaffen müssen.

Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe beträgt 1,6 mm, ich denke es versteht sich von selbst, dass man diese Vorgabe auf Winterräder oder Ganzjahresräder nicht anwenden sollte, denn im Winter benötigt man deutlich mehr Profil, mindestens 4 mm sollten es schon sein, denn Sie möchten auf Schnee und Matsch ja nicht ausrutschen.

Ausblick auf den nächsten Bericht

Ich bekomme sporadisch Kommentare zu meinen Beiträgen und bedanke mich ganz herzliche dafür. Haben Sie Themenwünsche oder möchten Sie etwas kritisieren? Machen Sie gerne Gebrauch von der Interaktion mit mir, beispielsweise über das Kontaktformular. Wo es möglich ist und sinnvoll erscheint, gehe ich sehr gerne auf Ihre Wünsche ein. Der eine oder andere Kommentar bezog sich auch auf meine Auflüge in die "elektrische Welt", so werde ich im nächsten Beitrag zu meiner Erfahrung mit dem Renault Zoe auf einer längeren Strecke berichten, denn knapp 180 km fuhr ich bisher noch mit keinem Elektrofahrzeug bei einer Anmietung. Zudem steht auch für meinen Wagen die Vorbereitung auf den kommenden Winter an, so werde ich auch dazu berichten. In diesem Sinne auch an dieser Stelle wieder ein herzliches Dankeschön für Ihr Interesse an meinen Beiträgen. Besuchen Sie auch gerne die Nachbarseiten der anderen Fahrzeuge auf dieser Plattform, diese sind ebenso lesenswert und beschreiben interessante Fahrzeuge.

Seite drucken.  Seite drucken  Zum nächsten Artikel. Monatsbericht November 2016