Unser neuer Wagen wird angeliefert und von mir nach Überprüfung übernommen. Alles wird genau untersucht und kurz danach das erste Mal getankt. Abschied und Neubeginn
18.09.2009, Kilometer: 0.
Ich will nicht behaupten, dass ich zu der geduldigen Sorte Mensch gehöre, denn das wäre schlicht gelogen. Trotzdem habe ich ohne quengelnde Rückfragen auf den Anruf meines Autohauses gewartet. Am 15. September war es endlich so weit. Der nette Händler forderte mich auf, ihm kurzfristig die zur Zulassung notwendigen Unterlagen vorbei zu bringen. Dies tat ich am Tage darauf und so konnte die Bürokratie ihren Lauf nehmen.
Am Freitagmittag stand mein Lancer bereit und ich fuhr kurz entschlossen in der Mittagspause bei meinem Händler vorbei.
Es war ein sonniger Tag und ich war guter Dinge. Voller Vorfreude sah ich meinen Neuen vor dem Eingang des Händlers stehen, während ich mit dem treuen Gefährten der letzten fünf Jahre auf den Hof fuhr. Jetzt hieß es Abschied nehmen. Good bye Space Star! Hello Mitsubishi Lancer!

Sieht nach der professionellen Reinigung wieder aus wie neu: unser Space Star.
Bevor ich aber mit dem tollen Neuen spielen darf, kommt die Pflicht. In diesem Falle die Rückgabe des Space Star an den Händler.
Nun neige ich nicht dazu, meine Wagen mit Hingabe zu pflegen, ganz im Gegenteil. Meine Familie und ich benutzen das Auto und so hielt ich es für eine gute Idee vor der Abgabe professionelle Reinigungshilfe in Anspruch zu nehmen. Erfahrene Kollegen empfahlen mir einen Betrieb in der Nähe meines Arbeitsplatzes und ich kann nur sagen: Hut ab!
Ich hätte mein Auto bald nicht wieder erkannt, es sah innen und außen fast wie neu aus und das ist nicht übertrieben. Die Jungs haben einen super Job gemacht. Insgeheim habe ich mich gefragt, warum ich überhaupt einen anderen Wagen bestellt habe …
Ich kann jedem nur dazu raten, sein Fahrzeug vor der Rückgabe von Fachkräften aufbereiten zu lassen. Die zweihundert Euro waren sinnvoll investiert.
Mein Händler kannte den Wagen natürlich von den jährlichen Inspektionen und er war vom Zustand sehr angetan. Die Rückgabe verlief ohne Probleme und wir konnten uns endlich dem eigentlichen Thema meines Besuches zuwenden.
So stand er nun vor mir: nagelneu, rot, schick und bereit uns die nächsten fünf Jahre zu begleiten. Unser neuer "Mitsu" Lancer Sportback.

Das neue Familienmitglied in voller Pracht.
Sieht er nicht toll aus? Ich mag dieses Auto. Endlich einsteigen und an den Knöpfen spielen (und es sind diesmal nicht die Knöpfe irgendeines Vorführwagens), alles angrabbeln und angucken. Ich konnte keine Macken oder Fehler und Mängel feststellen, das habe ich allerdings auch bei meinem Händler nicht erwartet. Ich wollte schon anfangen in der Betriebsanleitung zu schmökern, besann mich aber eines Besseren.
Mein Händler und ich haben dann noch kurz die Formalitäten erledigt und ich musste dann auch langsam sehen, dass ich wieder in Richtung Arbeitsplatz kam. Auch die längste Mittagspause dauert nicht ewig.
Mit allen Unterlagen und den besten Wünschen fuhr ich vom Hof und geradewegs zur nächsten Tankstelle, da mich eine Anzeige zwischen Tacho und Drehzahlmesser eindringlich anblinkte und auch piepte. Der Tank vom Lancer fasst 55 Liter und ich musste bei meinem ersten Mal knapp 50 Liter Super einfüllen. Danach war das Piepen und Blinken weg, Fahrer und Auto glücklich.
Die Rückfahrt zum Arbeitsort verlief ohne Ereignisse, die Bedienelemente im Mitsu sind alle logisch und ergonomisch angeordnet (außerdem war mir die Bedienungsphilosophie der Mitsubishi bekannt). Natürlich habe ich trotzdem die Bedienungsanleitung mit ins Büro genommen und ein wenig darin geblättert.
Was mir sofort aufgefallen ist: das Auto ist doch recht groß und durch die schräge Heckscheibe nach hinten ein wenig unübersichtlich. Zumindest im direkten Vergleich mit dem Space Star, welcher ja nur knapp vier Meter lang war und sehr kastenförmig daher kam.
Beim Space Star war das einzige Problem die Front. Wir konnten vom Fahrersitz aus nicht sehen, wo das Fahrzeug vorne anfängt. Aber daran hatten wir uns gewöhnt und so wird es auch diesmal sein.
Der nächste Aha-Effekt kam abends bei der Einfahrt in meine Garage. Der geneigte Leser hat unter Umständen zur Kenntnis genommen, dass ich stolzer Mieter eines Tiefgaragenstellplatzes bin. Auf diesem Stellplatz soll der Neue seine Nächte verbringen, geschützt vor den bösen Parkdellenerzeugern und anderen üblen Mitmenschen.
Ich habe direkt an der rechten Seite meines Parkplatzes eine zylindrische Betonsäule, der ich mit dem Space Star nie Beachtung schenken musste. Jetzt war das was anderes. Ich durfte ein wenig mehr rangieren, bis der Wagen zufriedenstellend parkte. Okay, ich wollte ja einen größeren PKW.
Also wieder ein Gewöhnungsfaktor mehr.
Am Abend habe ich dann erst mal ausgiebig in der Bedienungsanleitung und in den Zubehörprospekten geblättert. Mal sehen, was noch so geht …
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