Auf der Vorderachse waren neue Sommerreifen fällig und die Klimaanlage wurde repariert. Scheibenwischerblätter sind in der Werkstatt teuer. Die Anhängerkupplung hakt beim Herausschwenken.

Langzeittest VW Tiguan
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Monatsbericht August 2018


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Auf der Vorderachse waren neue Sommerreifen fällig und die Klimaanlage wurde repariert. Scheibenwischerblätter sind in der Werkstatt teuer. Die Anhängerkupplung hakt beim Herausschwenken.


Tiguan mit zwei e-Bikes beladen. Neue Sommerreifen

Kilometer: 159.200.

Im November 2017 hatte ich darüber berichtet, dass die Spur an der Vorderachse verstellt war und zu erhöhtem Abrieb an den Vorderrädern geführt hatte. Im Mai 2018 berichtete ich dann, dass ich wegen dieses Fehlers beim Wechsel der Winterräder auf die Sommerräder zwei neue Reifen benötigte. Die Reifen der Hinterachse, die noch gut waren, ließ ich darum auf die Vorderachse montieren und die neuen Reifen kamen auf die Hinterachse.

Früher hatte ich nur daran gedacht, dass die Vorderräder den höchsten Verschleiß hätten und dass die neuen Reifen darum immer auf die Vorderachse kämen. Inzwischen bin ich schlauer geworden und weiß, dass die Hinterachse die besten Reifen benötigt, weil sie den größten Anteil an der Fahrstabilität des Fahrzeugs hat.

Im Juni war es dann aber auch für die Reifen auf der Vorderachse so weit, dass sie ausgetauscht werden sollten. Nach den Vorschriften hätte ich sie zwar noch fahren dürfen, aber meine Sicherheit und die meiner Mitfahrer ist mir so wichtig, dass ich die Reifen etwas früher wechsele als vorgeschrieben. Die Laufleistung betrug knapp 48.000 Kilometer und das scheint mir okay.

Der Preis bei Damm + Rademacher in Kierspe betrug für die Reifen samt Montage 92,50 Euro pro Reifen. Das ist weniger als ich im Frühjahr für die Hinterreifen gezahlt hatte.

Reparatur der Klimaanlage

Kilometer: 163.200.

Im Bericht vom Mai 2018 hatte ich vom erneuten Ausfall der Klimaanlage während der Rückreise aus der Ukraine berichtet. Das passierte mir im Juni noch einmal und ich meldete mich bei der Werkstatt an. Am Tag vor dem Termin fiel das Gebläse erneut aus, lief diesmal aber selbstständig wieder an während ich anhielt, um die Zündung ausschalten zu können.

Am folgenden Tag schaute sich der Werkstattmeister das Auto an und erwartungsgemäß sah er nichts, weil die Anlage ja wieder lief. So erhielt ich einen Termin zur näheren Überprüfung der Anlage. Dafür hielt man das Auto einen ganzen Tag lang in der Werkstatt, fand aber nichts. Ich hatte diesmal aber einen Brief geschrieben, in dem ich ausführte, dass die Anlage von Anfang an defekt war und aufgezählt, wann sie mit welchem Ergebnis in der Werkstatt gewesen war. Sollte diesmal wieder nichts Durchgreifendes erfolgen, forderte ich eine schriftliche Zusage, dass VW die Kosten übernehmen würde, wenn die Anlage nach Ablauf der Garantieverlängerung mit einem gleichen Fehler wieder ausfallen sollte.

Daraufhin stellte die Werkstatt eine Anfrage an VW und erhielt nach einigen Tagen die Anweisung, "den Vorwiderstand zu überprüfen". Diese Anweisung ist nach Aussage des Werkstattmeisters völlig unsinnig, da das Gebläse nur noch ein geschlossenes Steuergerät aufweist und keine zugängliche Elektronik. Ich vereinbarte also wieder einen neuen Termin, zu dem das Fahrzeug ebenfalls wieder einen ganzen Tag in die Werkstatt musste. Der Grund für diesen langen Aufenthalt war, dass man nach Überprüfung erneut Rücksprache mit VW nehmen wollte, um die Freigabe zur Reparatur zu erhalten. Dann musste das Bauteil beschafft und eingebaut werden.

Das gelang tatsächlich bis zum Abend. Bei einem Gespräch stimmte mir der Meister zu, dass es auch für Kunden unbefriedigend ist, dass VW die Meister so stark abhängig macht von der Diagnosetechnik und dann noch unsinnige Arbeitsanweisungen herausgibt. Handwerkliches und fachliches Können eines Meisters ist eigentlich nur noch gefragt, um die Fehler von VW auszugleichen.

Ich äußerte die Hoffnung, dass das neue Gebläse nun nicht wieder im nächsten Sommer ausfallen würde. Daraufhin wies mich der Meister darauf hin, dass die Reparatur nicht im Rahmen der Gewährleistung erfolgt war, die ja nur zwei Jahre dauert, sondern im Rahmen der Anschlussgarantie. Der Unterschied wäre, dass nun eine Gewährleistung von zwei Jahren auf dies Bauteil gegeben sei. Dies sei die gesetzliche Regel, weil die Rechnung ja auf mich ausgestellt würde und nicht auf VW und weil die VW-Versicherung für mich zahlen würde, die mir die Garantieverlängerung verkauft hätte.

Ich bat um eine Kopie der Rechnung und erhielt diese per Mail zugesandt, aber als geschützte PDF-Datei, die einen Ausdruck nicht zuließ. Kein Problem. Sie belief sich auf 436,49 Euro. Erneut freue ich mich, dass ich mit dem Auto auch die Garantieverlängerung mitgekauft hatte.

Trotzdem ist es ziemlich ärgerlich, dass ich inzwischen mindestens sieben mal wegen der Klimaanlage in der Werkstatt gewesen war. Zuverlässigkeit und sorgfältige Fehlerbehebung scheint bei VW nicht besonders ausgeprägt zu sein.

Neue Wischerblätter

Als ich mein Auto zur Reparatur der Klimaanlage abgab, fragte mich der Meister, ob sonst noch was zu tun wäre. Da ich neue Wischerblätter brauchte, teilte ich ihm das mit. Das war ein Fehler! Ein paar Tage später bekam ich die Rechnung: 47,14 Euro!!! Nie wieder werde ich einfach einen noch so scheinbar kleinen Auftrag im Autohaus erteilen, ohne vorher die Kosten zu erfragen. Eigentlich hätte ich es wissen müssen, aber ich war halt leichtsinnig.

Anhängerkupplung

In meinem Bericht vom Juli 2015 erzählte ich von meinem Fahrradträger. Hier zeige ich jetzt mal ein Bild davon, wie der Tiger mit zwei Elektrorädern auf dem Buckel aussieht.

Tiguan mit zwei e-Bikes beladen.
Tiguan mit zwei e-Bikes beladen.

Ich musste in der Parkgarage aus einer engen Lücke raus. Dabei zeigte sich deutlich, dass der Fahrradträger hinten ausschwenkt und das Auto anders rangiert werden muss als ohne Träger.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich berichten, dass ich sehr zufrieden damit bin, wie sich die Anhängerkupplung im Stoßfänger verstecken lässt. Man zieht kurz den Entriegelungsknopf in einer Tasche im Rahmen und dann gibt man ihr mit dem Fuß einen Schwung, so dass sie hörbar in der Aufnahme einrastet und verschwunden ist.

Mit demselben Entriegelungsknopf befreit man sie wieder aus der Aufnahme und sie kippt nach unten heraus, so dass man sie mit dem Fuß kurz hochhebt, in der Arbeitsstellung einrasten lässt und fertig. Die Steckdose für die elektrische Verbindung sitzt am Bügel und es ist wirklich einfach, alles zu verbinden.

Leider zeigt sich die Kupplung in den letzten Monaten etwas störrisch. Sie fällt nicht immer von selbst aus der Aufnahme nach unten. Man muss den Knopf manchmal mehrfach betätigen oder mit dem Fuß von unten gegen die Kupplung stoßen, damit sie sich endlich löst. Das ist kein Problem, aber man merkt doch, dass das Auto älter wird. 165.000 Kilometer und fast fünf Jahre machen sich langsam bemerkbar.

Verbrauchsangaben

Nun zum Schluss die üblichen Verbrauchsangaben. Eigentlich langweilig, weil sich nichts ändert, außer dass ein ganz leichter Trend zu weniger Verbrauch erkennbar wird. Ich bin jetzt bei 7,17 Litern pro 100 Kilometer angekommen. Es bleibt zwar bei der Angabe von 7,2 Litern Verbrauch, aber nicht mehr lange, dann werden es nur noch 7,1 Liter sein.

Ich gehe immer mehr dazu über, auf der Autobahn als normale Geschwindigkeit nur noch 120 km/h einzustellen anstelle von 130 km/h. Das scheint sich nach Angabe des Bordcomputers mit etwa einem halben Liter pro 100 Kilometer bemerkbar zu machen.

In meinem nächsten Bericht werde ich wieder über eine Reise in die Ukraine berichten. Da werde ich diese neue Geschwindigkeitseinstellung verwenden. Mal sehen, ob sich das tatsächlich so stark bemerkbar macht.

Dieselverbrauch.
Dieselverbrauchsverlauf seit dem Update der Motorsteuerung.

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