Die Übergabe des Neuwagens. Mit roten Schildern die erste Fahrt nach Hause. Erste Fahreindrücke vom Corolla. Die ersten Bilder. Erste Fahreindrücke im Alltag.

Langzeittest Toyota Corolla
Berichte 2003

Monatsbericht März 2003


Sie sind hier: Langzeittest >> Toyota Corolla >> Berichte >> 2002 >> Monatsbericht März 2003
Zum nächsten Artikel. Monatsbericht April 2003

Die Übergabe des Neuwagens. Mit roten Schildern die erste Fahrt nach Hause. Erste Fahreindrücke vom Corolla. Die ersten Bilder. Erste Fahreindrücke im Alltag.

Fronstansicht meines Toyota Corolla. Die Übergabe des Neuwagens

Am 01.03.03 war es dann endlich soweit, die Bahnfahrt nach Calw und die Abholung des Corolla standen an.

Nach langer Zugfahrt wurde ich am Bahnhof in Calw abgeholt. Zuerst wurden mir ausführlich die Unterlagen übergeben und kurz erklärt: Bedienungsanleitung, Inspektionsheft, Händlerverzeichnisse und Garantieunterlagen.

Schlüssel wurden drei Stück übergeben: zwei mit Funkfernbedienung und einen sogenannten "Pagen"-Schlüssel ohne Fernbedienung (geht überall außer Kofferraum und Handschuhfach).

Dann folgte die Übergabe: Nagelneu stand er da, der Corolla …so sauber und gepflegt würde er wohl nie wieder sein. Herr Widmann hat mir am Fahrzeug noch die wichtigsten Sachen erklärt: Tanken, Sitzverstellung, Motor, u.s.w.

Kurz nach dem Losfahren sei ein Knacken aus dem Motorraum zu hören, dies sei der automatische Selbsttest des Stabilitätssystems. Also, kein Grund zur Aufregung.

Mit roten Schildern die erste Fahrt nach Hause

Die erste längere Fahrt führte wie so üblich zur Tankstelle, da der Tank leer war. 50l wurden getankt, dann konnte es losgehen. Der Tankdeckel ist auf der linken Seite, also erst mal umgewöhnen, aber praktisch: Haltevorrichtung für den Tankdeckel in der Tankklappe.

150 km Landstrasse durch den Schwarzwald standen mir für meine erste Testfahrt bevor, ideal für die ersten Fahreindrücke.

Man muss sich ganz schön auf die Straße konzentrieren und seine Blicke zwanghaft von all den interessanten Schaltern wegnehmen, das fällt schwer. Am Anfang ist natürlich alles ungewohnt, man ist ein anderes Auto gewöhnt und zieht natürlich im Unterbewusstsein Vergleiche zum Vorgänger.

Zwischendurch habe ich angehalten und die ersten Bilder geschossen.

Toyota Corolla von Sebastian Decher. Toyota Corolla von Sebastian Decher.
Toyota Corolla von Sebastian Decher.

Die Qualitätsanmutung ist sehr hoch, es scheint alles sehr gut verarbeitet, alles wirkt hochwertig und edel. Lediglich im hinteren linken Teil klackert irgendwas, das gilt es noch rauszufinden, ansonsten ist alles ruhig.

Nach über zweistündiger Fahrt erreichte ich die Garage, in der zunächst mal Schluss war mit dem Probefahren, da ich die Anmeldung erst nach meinem Urlaub am 14.03.03 machen wollte. Die roten Schilder wurden ans Autohaus zurückgeschickt.

Insgesamt war ich vom Fahrerlebnis sehr beeindruckt.

Die Tanknadel hat erst nach etwa 150 km den Abstieg nach unten begonnen.

Besonders die Bügelgriffe sind jedes Mal ein Erlebnis.

Bügelgriff des Toyota Corolla.
Bügelgriff des Toyota Corolla.

Zeit in den nächsten zwei Wochen die Bedienungsanleitung mal in Ruhe durchzuarbeiten. Am Freitag, dem 14.03.03 habe ich dann in Freiburg die Zulassung vorgenommen. Danach geht’s los mit dem eigentlichen Testfahren.

Erste Fahreindrücke im Alltag

Der Gesamteindruck seit der ersten Fahrt ist ungebrochen gut. Der Corolla entspricht voll meinen Erwartungen. Das Fahren macht einfach Spaß und man hat gar keine Lust mehr auszusteigen, so soll es sein. Aber alle neuen Autos sind erst mal neu und schön, was sie wirklich hergeben wird der Langzeittest zeigen.

Im Folgenden habe ich die Sachen aufgeschrieben, die mir aufgefallen sind, positiv wie negativ. Alles was ich nicht erwähnt habe ist tadellos und entspricht meinen Erwartungen.

Motor und Fahrverhalten

Das Fahrwerk ist relativ hart abgestimmt, Bodenunebenheiten werden in den Innenraum abgegeben, jedoch ist die Kurvenlage einfach genial.

Die Lenkung ist extrem leichtgängig, was richtig angenehm ist, wenn man schnell um eine Kurve fährt. Leider muss ich mich noch etwas zügeln, da die ersten 2000 km Einfahrtzeit sind.

Der Motor läuft gleich gut ob warm oder kalt. Man kann eigentlich nicht unterscheiden, ob er warm oder kalt ist, nur an der höheren Leerlaufdrehzahl. Die ist nach dem Anlassen beim Kaltstart in den ersten Sekunden gut 2000 hoch.

Kurz nach dem Anlassen ist das schon bei der Übergabe angedeutete laute Knacken aus dem Motorraum zu hören, ob dies vermeidbar ist, kann ich nicht beurteilen. Schön ist es allerdings nicht. Man hat jedes Mal den Eindruck, es ist was abgebrochen. Hier sollte Toyota noch verbessern. Das Stabilitätsprogramm (piepst bei Eingriff) konnte ich schon auf meiner ersten Fahrt testen, als ich recht ruckartig in eine Kurve eingelenkt habe.

Die Traktionskontrolle (abschaltbar zum Beispiel wenn man festgefahren ist im Schnee) habe ich bisher noch nicht benötigt. Auf der Autobahn wird der Motor ab etwa 115 km/h deutlich lauter.

Auf der Autobahn hatte ich kurzzeitig ein plötzliches Brummen und Vibrieren aus dem Motorraum, die Leistung war aber nicht eingeschränkt. Nach dem Verlassen der Autobahn war wieder alles normal. Das muss ich unbedingt beobachten, hat mich schon ein wenig verwirrt. Ist aber seither nicht wieder aufgetreten. Falls jemand das Phänomen kennt, bitte melden.

Ansicht des Motorraums meines Toyota Corolla.
Ansicht des Motorraums meines Toyota Corolla.

Verbrauch

Der erste gemessene Testverbrauch lag bei selbst errechneten 6,3l, zu wenig, dass es stimmen könnte, oder doch? Beim nächsten Tanken noch mal alles auf 0 gestellt inklusive Bordcomputer zum direkten Vergleich.

Das nächste Tanken ergab einen gemessenen Verbrauch von 7,2l und einen vom Bordcomputer angezeigten Wert von 7,0l. Das sind akzeptable Werte bei sparsamer Fahrweise und einer Autobahnhöchstgeschwindigkeit von 130 km/h.

Nach der Einfahrtzeit werde ich dann auch mal etwas sportlicher fahren und die Werte vergleichen.

Die Tanknadel hat diesmal auch ein anderes Verhalten gezeigt, schon nach 55 km fing sie an zu sinken, auch das werde ich weiterhin beobachten.

CD-Radio, Uhr, Temperaturanzeige, Beleuchtung innen und Optitron

Das Optitron-Display sieht nachts wie tags einfach gut aus. Anfangs meint man immer dass das Licht an ist, aber man gewöhnt sich schnell um. Auch tagsüber bei Sonneneinstrahlung ist das Display noch zu erkennen. Jedoch ist leider die Intensität bei eingeschaltetem Licht nur in Stufen änderbar, nicht stufenlos.

Die Außentemperaturanzeige geht nur auf Knopfdruck an oder automatisch kurz nach dem Start, eine Anzeige beider gleichzeitig ist nicht möglich, so ist wenigstens die Verwechslungsgefahr ausgeschlossen, beides gleichzeitig hätte sicherlich auch seine Vorteile.

Gut sind zwei unabhängige Tageskilometerzähler. Einer zum Verbrauchsmessen und einer zur freien Verfügung. Ob sich die Uhrzeit (wie bei meinem Astra) über das RDS-Radio automatisch stellt?

Radiofernbedienung am Lenkrad. Optitronanzeige.
Radiofernbedienung am Lenkrad und Optitronanzeige.

Sitze

Die Sitze sind extrem bequem und bieten besten Seitenhalt. Nur die Höhenverstellung mit der Ratsche nach oben geht nur mit großem Kraftaufwand. Der Fahrersitz lässt sich bei mir (noch?) nicht nach vorne schieben, um Fondpassagiere einsteigen zu lassen.

Ich vermute einen Defekt, bin mir aber noch nicht sicher.

Schwer zu erreichen sind die Gurtschlösser neben der Armlehne, auch ist die Sitzverstellung bei geschlossener Tür kaum mit der Hand zu erreichen.

Die Sitzposition ist relativ hoch, was ein gutes Fahrgefühl und Überblick verschafft, vielleicht nicht jedermanns Sache aber ich finde es angenehm.

Innenraum des Corolla durch die Beifahrertüre fotografiert.
Blick in den Innenraum des Toyota Corolla.

Kofferraum

Der Kofferraum ist zwar nicht riesig aber dennoch genug für mich. Unter der Filzmatte gibt’s sehr praktische Staufächer für Warndreieck und Starthilfekabel u.s.w …

Den Verbandskasten kann man rechts in der vorgesehenen Vertiefung festbinden.

Von der hinteren rechten Seite höre ich ein lautes Klackern, als wäre die Heckklappe nicht richtig geschlossen, dem muss ich noch nachgehen, nervt etwas. Ansonsten herrscht angenehme Ruhe.

Lenkrad

Das Lederlenkrad fühlt sich perfekt an, ich habe nur die Befürchtung, dass es mit der Zeit Verfärbungen gibt an den Flächen, an denen die Hand anliegt. Aber Leder ist eben kein Kunststoff.

Leider ist das Lenkrad nur in der Höhe, nicht aber in der Tiefe verstellbar. Für mich als etwas Längerer ist das kein Problem, für kleine Personen vielleicht schon.

Die Radiofernbedienung am Lenkrad ist in zwei Ebenen unterteilt, auf die Tasten der oberen Ebene kommt man schon mal leicht unbeabsichtigt beim Lenken drauf.

Lenkrad und Cockpit des Corolla.
Lenkrad und Cockpit des Corolla.

Klimatronic

Diese arbeitet wunderbar und unauffällig im Hintergrund, einmal Temperatur einstellen reicht. Alles andere erledigt die Automatik.

Bei beschlagenen oder vereisten Scheiben einfach die Fronttaste drücken, Klima geht automatisch mit an, sehr praktisch. An die Drucktastensteuerung hat man sich schnell gewöhnt, grundsätzlich kann man zwischen dem Auto-Modus und dem manuellen Modus wählen. Ich habe bisher nur den Manuellen benutzt. Man spielt ja gerne rum. Für faule wird im Auto-Modus alles selbst erledigt: Luftverteilung, Gebläsestärke und Zuschalten der Klimaanlage.

Bedienfeld der Klimatronic in der Mittelkonsole.
Bedienfeld der Klimatronic in der Mittelkonsole.

Fazit der ersten 1.000 km

Ich bin begeistert, das Fahrgefühl ist genial, der Corolla hat alles an Ausstattung was mir wichtig ist. Die Negativpunkte, die ich aufgezählt habe, sind für mich nicht wirklich negativ, sie stellen Detailverbesserungen dar. Ich bin gespannt wie es weitergeht …

Seite drucken.  Seite drucken  Zum nächsten Artikel. Monatsbericht April 2003